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Wie organisiert man ein Stadtteilfest in Wien? Letzter Teil

Wie wir es bei Stuwertrubel gemacht haben:

Besonderheit, wir organisieren das Stuwerviertelfest/Stadtteilfest am Vorgartenmarkt (da gibt es eine fixe Infrastruktur). Es war auch mal im Gespräch im ganzen Viertel an verschiedenen Stationen zu feiern, das wäre schön, aber mit noch mehr Genehmigungen verbunden gewesen, dafür hätten wir paar Monate mehr Vorbereitungszeit einplanen müssen:

Genehmigungen:

  1. Wir mussten die grundsätzliche Genehmigung vom Marktamt einholen, die brauchten wir, um bei der MA36 die weitere Genehmigung einholen zu können.
  2. Wir mussten dann noch eine Genehmigung von der MA 36 einholen. Achtung bei der Anmeldung der Veranstaltung: Dort gibt es scheinbar einen Schwellenwert, Veranstaltungen, die über 300 Personen zur selben Zeit anziehen, müssen durch aufwendigere Prüfungen. Es zahlt sich auch aus einen Ort zu nehmen, an dem schon häufiger Veranstaltungen stattgefunden haben, dann geht es leichter durch.

Der ganz Genehmigungs-Prozess hat so circa 2 Monate gedauert. Schwierig war es mal den ersten Schritt zu setzen. Wir haben viel Zeit verplempert, bis wir das Marktamt direkt angegangen sind, weil wir gehört hatten, die Anträge dürfen nur von Vereinen der Marktleute gestellt werden. Deshalb haben wir versucht zunächst das Fest über einen solchen bestehenden Verein einzureichen. Grundsätzlich darf aber jeder einreichen.

Finanzierung:

  • Sponsoring von lokalen Unternehmen & stadtnaher Einrichtungen
  • über Standspenden für die AusstellerInnen
  • hoffentlich über eine Verlosung beim Fest
  • und wir hoffen auch auf eine Förderung vom Bezirk im Bereich bezirksorientierte Kulturangelegenheiten.

Um beim Bezirk die Förderung zu beantragen, mussten wir allerdings einen Verein gründen, inkl. allem Drum und Dran z.B. Vereinskonto. Der Prozess hat auch so ca. 2 Monate gedauert.
Tipp: Wenn ihr Förderungen einreicht, fragt ruhig nach, ob sie angekommen ist, unsere ist nicht angekommen und so haben wir den ersten Termin verpasst und werden erst nach dem Fest erfahren, ob das Fest durch finanziert ist, oder nicht. Das hat uns nah ans Aufgeben gebracht.

Organisation – kooperativ &  fließend:

Wir organisieren zu mehreren Leuten (circa 5-8) das Fest, sonst hätte es nicht funktioniert. Alle haben mit angepackt, alle ihre verschiedenen Talente und Connections zur Verfügung gestellt. Getroffen haben wir uns im Rhythmus von zwei Wochen, wir kannten uns davor übrigens nicht alle, das hat aber super funktioniert. Aufgerufen das Fest zu organisieren, haben wir über imGrätzl und Facebook. Darauf sind dann echt paar Leute gekommen. In der Gruppe haben wir versucht Bereiche zu finden und zu verteilen, worauf halt jede/r Lust hatte z.B. hat Kaeshmaesh das künstlerische Programm zusammengestellt. Michaela hat sich um Sponsorings gekümmert und bei der Basisarbeit unterstützt. Mikle und Emanuel hat die Marktleute mobilisiert. Hanna hat die Grafik gemacht, Stefan und Sabine checken Bühne und Pferdewagen (für die Lesung), Gerhard ist die Connection zu den Kaufleuten im Viertel, wir von imGrätzl konnten auch Kontakte und Webseiten Know-How etc. zur Verfügung stellen. Die AusstellerInnen zu finden war übrigens easy, man hat gemerkt, dass sich viele freuen, wenn im Viertel was passiert.

Vom Zeiteinsatz, da kann ich jetzt nur mal von mir sprechen: Ich habe mich um die ganze Kommunikation, Infofluß und Genehmigungen, Anträge gekümmert und habe bis jetzt ca. 80 Stunden reingesteckt. 

Bewerbung des Festes:

  • 10.000 Flyer werden an die Postkästen im Viertel & Nachbargrätzl verteilt
  • 100 Plakate
  • Webseite: http://blog.imgraetzl.at/stuwertrubel/
  • FB bezahlt: https://www.facebook.com/events/1759541774086428/
  • Kooperation mit Stadtteilheft: das Heft mit der Anzeige wird auch noch einmal an 10.000 Haushalte im Viertel/Nachbarviertel verteilt.
  • Eintrag in die online Eventkalender
  • Pressemitteilung an PR-Verteiler (lokale Presse)

 … wir freuen uns jetzt schon alle richtig arg auf Stuwertrubel. Es ist ja auch wirklich cool, so was gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft zu organisieren. Wenn es jetzt nur noch ein Fitzelchen leichter wäre, würden wahrscheinlich noch mehr Menschen sich einbringen und was starten….

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