Hinter den Kulissen

Money, money, wie finanziert sich imGrätzl?

Weil Transparenz gut ist, um Hintergründe zu verstehen und wir auch immer wieder gefragt werden, wie die Plattform sich finanziert, wollen wir das mal offen legen. Auch weil manche Leute denken imGrätzl wäre ein Service der Stadt Wien, ist es natürlich nicht :)

Einnahmen/Ausgaben und laufende Kosten, was passiert mit dem Geld:

  • Es gibt keinen Investor oder Sponsor, imGrätzl.at ist komplett unabhängig und wird betrieben von der morgenjungs GmbH. Gesellschafter sind Mirjam und Michael.
  • Es wurden in den letzten 4 Jahren zwei Förderungen generiert in der Gesamthöhe von 100.000 €, ungefähr noch einmal so viel hat das Gründungsteam und Family reingelegt, um die Plattform aufzubauen und zu betreiben. Nicht eingerechnet ist die Eigenleistung in Form von Arbeit.
  • Das imGrätzl Team arbeitet seit 4 Jahren ohne Bezahlung in die Plattform rein, wir stecken jeden Cent in die Weiterentwicklung und den Betrieb von imGrätzl und können auf diese Weise viele Services z.B. den Raumteiler kostenlos anbieten. 
  • Die laufenden monatlichen Fixkosten betragen circa 500 €, darin enthalten ist dann z.B. Buchhaltung/Steuerberatung, Server, Tools, aber auch Druckerpatronen, Internet- & Mobilfunkkosten.
  • Einnahmen z.B. aus Stadtteilfesten spenden wir, wenn es nicht im direkten Zusammenhang mit unserer imGrätzl Arbeit steht und Externe bei der Generierung maßgeblich beteiligt waren.
  • Andere Einnahmen z.B. aus Grätzlzuckerln, Events und Aufträge für Konzepterstellungen oder Teilnahmegebühren z.B. für das Unterstützer-Team fließen direkt in den Erhalt der Plattform oder eben in die Weiterentwicklung. Manchmal ist es knapp, dann müssen wir was reinschiessen.
  • Ein neues Feature zu entwickeln für die Plattform kostet im Schnitt ca. 10.000 €, das sind nur die externen Kosten, die internen Entwicklungskosten sind da nicht mit eingerechnet, weil wir uns ja nichts auszahlen.
  • Es würde nicht gehen ohne Menschen wie Lena Schartmüller, die zum Team gehört. Oder Elisabeth Siencnik, Beatrice Stude, Christoph Frank, die mit ihrer Expertise weiterhelfen. Nicht zu vergessen Peter Tilg und Jack Bauer die Mitgründer oder Jeannine Metz, die uns häufig einfach so mit ihrer Grafikarbeit unterstützt. Oder Bernadette Reiter, die unsere Fotos macht oder die MentorInnen, die sich umsonst im Unterstützer-Programm einbringen. Und andere Menschen, wie z.B. Martin Egger, der einen großen Anteil daran hat, dass es imGrätzl gibt.

Warum machen wir das: Weil wir das Thema Stadtteilbelebung und Stärkung der Einzel- bzw. Kleinstunternehmen und der lokalen MacherInnen wichtig finden. 

Die Zielgruppe ist im ökonomischen Sinne nicht sexy, weil die TeilnehmerInnen häufig selber am finanziellen Limit agieren. Für uns sind sie aber einer der zentralen Hebel für das gute Miteinander in der Stadt, eben weil sie soziale Knotenpunkte in den Stadtteilen sind. Hört sich komplett gaga an, aber wenn es ihnen gut geht, sie Unterstützung erfahren und in die Kooperation mit anderen gehen, dann strahlt das aus, erst im Grätzl, dann in den Bezirk und dann in die ganze Stadt, wir setzen da voll auf den Schmetterlingseffekt.

Außerdem stehen wir auf Potentialentfaltung und auf Menschen, die ihre Ideen und Träume umsetzen. Und wir glauben, dass es notwendig ist jetzt damit anzufangen kooperative Netzwerke aufzubauen und eine andere Form des Wirtschaftens (Sharing von Ressourcen) zu installieren. Wir wollen nicht warten bis der Strukturwandel komplett durch und die Spaltung der Gesellschaft noch weiter vorangeschritten ist.

Und nein: reich sind wir auch nicht, wir arbeiten nebenher in unseren Brotberufen, lassen die Urlaube ausfallen und haben alle privaten Ausgaben extrem zurückgeschraubt.


Manchmal ist aber unsere intrinsische Motivation enden wollend z.B. wenn man mit Erwartungen konfrontiert wird, die völlig überzogen sind, was mit dem kleinen Team und den Ressourcen möglich ist. Wir bekommen da manchmal arge Nachrichten. Das Verständnis, dass imGrätzl auf Kooperationen ausgelegt ist und alle mitmachen können/sollen, damit es gut wird für den Einzelnen, ist bei vielen schon vorhanden. Aber es gibt auch noch genug andere, die denken, imGrätzl kommt von irgendeiner Institution und wir sollen jetzt mal liefern. Das ist dann frustrierend.

Umso schöner sind dann die kleinen Zeichen, ein Dankesmail hier oder ein netter Anruf dort, weil jemand über die Plattform neue Kunden gewonnen oder eine Kooperation zustande gekommen ist oder jemand wegen dem Raumteiler seine Selbstständigkeit weiterführen kann, weil er/sie RaumpartnerInnen gefunden hat. Uns freut auch extrem, wenn ein Leerstand mit dem Raumteiler aktiviert oder verhindert wurde und wir davon hören.

Und: Gerade eben wurden uns in kurzer Zeit 30 Räume angeboten zur kostenlosen Nutzung für unsere imGrätzl Workshops. Das hat uns extrem gefreut :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.