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Lesung: „Aussichten sind überschätzt“ von Rosemarie Poiarkov

Lesung aus „Aussichten sind überschätzt“, Roman, Residenz 2017

Mit Klugheit und Zärtlichkeit spinnt Poiarkov ihre Erzählfäden und verbindet Alltag und Geheimnis, Erinnerung und Gegenwart zu einem wunderbar zeitgenössischen Roman.

Auf einem Flohmarkt findet Luise einen Wachszylinder, mit dem vor über 100 Jahren Ton aufgezeichnet wurde. Die Beschriftung nennt ein Datum: 1903, und den 2. Bezirk in Wien, wo auch Luise wohnt. Was sagt die ferne Stimme? Wie hören wir zu und was sind wir bereit zu verstehen? Diese Fragen begleiten alle Figuren: Luises Lebensgefährten, den Tonarchivar Emil, der es liebt, das Knacken des Eises und das Rauschen der Straßen aufzunehmen; ihren Freund Milan, der sich in Sehnsucht zur schönen Zorica aus Novi Sad verzehrt; ihre Freundin Julia, die sich mit ihrer alkoholkranken Mutter konfrontieren muss; und den alten Josef Grasl, Luises Vater, der die Stadt auf der Suche nach den Gespenstern der Vergangenheit durchstreift.

Sowohl die Handlung als auch die Sprache machen dieses mit trockenem, selbstironischem Humor gewürzte Romandebüt zu einem Lesevergnügen. (Sebastian Gilli, Falter)

Die meisten dieser eigentlich unspektakulären Ereignisse entwickeln bei Poiarkov einen Sog, dem man sich nicht so schnell entzieht.
(Susanne Schaber, Ö1 EX LIBRIS)

Poiarkov glänzt mit einer Stimmervielfalt, schlägt verschiedene Tonlagen an, ist leise, direkt und anzüglich oder schnurrt im Wiener Idiom dahin. (…) Ein glänzender Roman voll unbekannter Töne. (Senta Wagner, BUCHKULTUR)

http://www.residenzverlag.com/?m=30&o=2&id_title=1858
Foto © Raimund Pleschberger

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