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Organisation eines Stadtteilfestes – Teil 2

Vielleicht kennt ihr die Situation: es wäre schön ein gemeinsames Fest im Stadtteil zu feiern, aber wie stellt man es an?

Weil wir gerade im Stuwerviertel in der Situation sind, wollen wir erzählen, welche Schritte wir im Organisationsteam gerade gemeinsam gehen. Wir wissen nicht, ob es mit dem Fest klappen wird, oder nicht. Alles ist drin.

Transparenz und Austausch rocken, deshalb wollen wir immer wieder unsere Erfahrungen veröffentlichen … wir hoffen, dass es jemand für sich nutzen/verwenden kann. Abschauen tut gut, gerade in der Stadtteilbelebung, die darauf angewiesen ist, dass es vor allem leicht und einfach geht.

Die Situation im Stuwerviertel:

Alle Feste fallen 2017 aus, weil niemand da ist, der/die ein Fest ohne Bezahlung und ehrenamtlich organisiert.

Aber vielleicht funktioniert es ja auch irgendwie anders, gemeinsam mit anderen BewohnerInnen?! Es hat sich mittlerweile ein bunter Haufen zusammen gefundem, die mit organisieren und wir sind mittendrin.

Das treibt uns gerade um? Wo stecken wir in der Organisation?

OMG …  am Wochenende versucht den Vorgartenmarkt als Plan nachzumalen …  die Aufgabe bestand darin aufzuzeigen, wo welche Stände stehen sollen, wo die Musi spielt. Im Grunde wissen wir ja noch gar nichts, aber egal … So ein Plan brauchen wir, um das Fest am Vorgartenmarkt bei der MA59 einzureichen, das ist das Marktamt. Die sind Ansprechpartner für alles, was auf den Märkten stattfinden soll. Nächste Hürde: wir dürfen das scheinbar gar nicht einreichen, sondern das muss jemand vom Markt machen, am besten jemand, der im Verein der StandlerInnen ist. Wer ist eigentlich im Verein der StandlerInnen? Fragen über Fragen?

Daraus hat sich dann aber eine coole neue Dynamik bei der Planung unserer Stadtteilfest ergeben, beim Rumfragen stellt sich raus: Zufällig wollen die Standler*innen vom Vorgartenmarkt auch was machen, wie wunderbar. Zufällig ist außerdem jemand bei Kaeshmaesh am Start, der auch am Markt verankert ist und die Fest-Infos streut. Je mehr Menschen davon erfahren und Lust bekommen mitzumachen, desto cooler wird’s. Wieder ein Baustein! Reden muss man halt 🙂

Aber trotzdem gibt es immer noch das Problem: noch ist niemand gefunden, der den Antrag einreichen will. Beißt das Marktamt etwa?! Doch selber versuchen?

Der Stand der Dinge sonst so:

Yeah! Anmeldung für die Aussteller*Innen ist jetzt eröffnet, man kann nicht früh genug damit anfangen: Anmeldung

Planungsunsicherheit 1: Wir wissen aktuell noch nicht, ob das Fest vom Bezirk finanziell und damit auch ideell unterstützt wird. Wenn dem so wäre, wird es leichter, wahrscheinlich auch beim Marktamt.

Planungsunsicherheit 2: Wir wissen noch nicht, ob wir die Genehmigung bekommen vom Marktamt.

Aber es gibt schöne Ideen und eine gute Dynamik. Das ist doch auch schon was! Wenn das am Markt nicht klappt, könnt man das Stuwerviertelfest auch an die Nordbahn-Halle, oder in die Creau verlegen 😉  Learning: eigentlich braucht jedes Grätzl ein Ort, wo Dinge stattfinden können, einfach ein Ort, wo es leicht und einfach geht.

 

Überhaupt Kaeshmaesh, solche Gruppen/Multiplikatoren braucht’s, sie sind auch im Orgateam und kümmern sich um Kunst/die Musi/Performance beim Fest, weil sie einfach die besten Kontakte zu KünstlerInnen im Stuwerviertel und den Nachbargrätzln haben. Wenn die lospowern, wird’s außergewöhnlich.

Das letzte Orgatreffen fand in den Kaeshmaesh Räumlichkeiten in der Ennsgasse statt und jetzt kommt ein kurzer Ausflug: ich habe einen ganz großen Respekt davor, was die auf die Beine gestellt haben. Die haben sich zu 8 auf ein Packerl (Coop) gehauen und ein Geschäftslokal angemietet, das renoviert und dort finden jetzt Ausstellungen, Lesungen und Konzerte im Stuwerviertel statt. Hey und die sind wahrscheinlich mind. 20 Jahre jünger als ich und scheißen sich einfach mal gar nichts. Ich glaub, die haben noch keinen Cent Unterstützung bekommen, sondern das alles einfach gemacht. Das gehört voll gefördert, also falls das jemand liest. Wenn wir von Stadtteilbelebung sprechen, von neuen Konzepten, das sind das die Initiativen und Modelle, die es braucht. Die bringen sich ein, haben Bock drauf, zeigen anderen Menschen, dass was geht, das ist sowas von unbezahlbar! Wie wertvoll das ist, ist ihnen wahrscheinlich gar nicht so bewußt.

1 Kommentare

  1. Liebe Mirjam,

    vielen Dank für diese Berichte, das ist ganz wertvoll!!! Nützlich, macht Mut und Lust und bestätigt, wieviel Potenzial in Bewegung kommt, wenn man Sachen einfach TUT. :-))

    Weiter so!

    LG Betka

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