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„Was in der Kaffeetasse landet, sollte dem Geschmack des Kunden entsprechen“

beans_geschäftDie „Mutter aller Kaffeemaschinen“ hat in Doris Schlegers Geschäft „Beans“ in der Landstraßer Hauptstraße einen ganz besondereren Platz: Die E61 des legendären italienischen Maschinenherstellers FAEMA thront unübersehbar in der Mitte der Regalwand. „Das ist wie Oldtimer fahren“, sagt Doris Schleger und blickt dabei hinüber zu jener Maschine, die im Jahr 1961 auf den Markt kam und ihre Kennung der Sonnenfinsternis (ital. „eclisse“) im selben Jahr verdankt. „Natürlich gibt es heutzutage technisch ausgereiftere Maschinen, die unglaublich viele Features haben. Aber die E61 ist einfach ein Liebhabermodell, total verlässlich und kommt so gut wie ohne Elektronik aus.“ Zudem bietet die E61 Gastronomiekaffeequalität auch für den Haushalt. Aber wie bei Oldtimern, müsse man sich als Benutzer auf eine solche Maschine bewusst einlassen, betont Schleger. „Die Zubereitung von Espresso hängt ja nicht nur von der Maschine ab. Der Kaffee ist immer nur so gut, wie das schwächste Glied in der Zubereitungskette. Und das kann natürlich auch der Mensch sein. Deshalb schmeckt Kaffee in der Gastronomie oft schrecklich, obwohl die Hardware – also die Maschine – passen würde.“

beans_produkt01An diesem Punkt des Gesprächs kommt Schleger auf das Konzept ihres Geschäfts im 3. Bezirk zu sprechen. Im Mittelpunkt stehen im „Beans“ Kaffee, Zubehör sowie ganz viel Know-how und Expertise. „Es geht um die bestmögliche Kaffeeberatung zur bereits im Haushalt des Kunden vorhandenen Maschine. Es gibt viele Leute, die zuhause eine sehr gute Kaffeemaschine haben, aber zum Beispiel das falsche Produkt einfüllen. Weil sie oft nicht wissen, dass nicht jeder Kaffee mit jeder Zubereitungsart zusammenpasst. Und natürlich passt auch nicht jeder Kaffee zu jedem Geschmack. Was in der Tasse landet, sollte aber dem Geschmack des Kunden entsprechen“, so Schleger. Handelsübliche Kaffeemaschinen kann man daher bei Doris Schleger nicht kaufen, Mokkakannen dafür zum Beispiel schon – und nicht einfach irgendwelche Mokkakannen. „Natürlich bekommt man solche Produkte heutzutage überall. Aber ich mag es, wenn hinter meinen Produkten Geschichten stehen, wie bei meinen türkischen Mokkakannen, die der Herr Effenberger im Waldviertel produziert. Passend dazu biete ich Kunden eine Kaffeesorte aus Istanbul, die es außerhalb der Türkei nur bei Harrods in London und bei mir gibt.“ Den italienischen Kaffee in ihrem Sortiment versucht sie stets in (der hochwertigeren) Gastronomiequalität von italienischen Röstereien zu bekommen. „Wir arbeiten mit einigen Familienbetrieben in Italien zusammen. Denen versuche ich Gastronomiequalität in handelsüblichen Verpackungen abzuschwatzen, was nicht immer so einfach ist.“ Viel persönliche Beratung und Produkte, die man im stationären Handel sonst nicht in Wien findet: Das ist zusammengefasst das (Erfolgs-)Konzept von Doris Schlegers Geschäft. Dazu eine Leidenschaft für Kaffee und vor allem für dessen Zubereitung. Denn für Schleger gilt: Der Weg ist das Ziel. „Für mich bedeutet Kaffee Genuss. Es geht ja nicht nur um das Trinken des Kaffees, sondern der Weg dorthin muss auch Spaß machen. Das frische Mahlen der Bohnen, der Geruch während der Produktion. Das ist wie bei jemandem, der gerne kocht. Natürlich will er auch gut essen, aber die Zubereitung muss genauso viel Freude machen. Sonst würden ja auch Packerlsuppen reichen.“

beans_produkt03Den Standort in der Landstraßer Hauptstraße hat Schleger, die schon zuvor zwölf Jahre in der Branche gearbeitet hat, vor vier Jahren bewusst ausgewählt. „Ich biete ein klassisches Stammkundenprodukt. Zu mir müssen die Leute also kommen wollen und sie brauchen dafür Parkmöglichkeiten. Die Mariahilfer Straße hätte daher keinen Sinn gemacht“, erläutert Schleger die Standortentscheidung. Im „Beans“ bietet Schleger zusammen mit Master Barista Franz Grünwald auch vierstündige Baristakurse an, bei denen man in Theorie und Praxis alles über den richtigen Umgang mit Kaffeemaschinen lernt (125 Euro pro Kurs).

Die Verwurzelung mit ihrem Grätzl auf und rund um die Landstraßer Hauptstraße macht sich unter anderem in der Unterstützung für das Team TAE KIBO bemerkbar. Der Kampfsportverein investiert viel in seine Nachwuchsarbeit und kooperiert unter anderem mit „Jugend am Werk“. Regelmäßig trainieren Leistungssportler des Vereins mit Jugendlichen mit geistiger Behinderung sowie Konzentrationsschwächen. „Das Team TAE KIBO engagiert sich mit sehr viel persönlichem Einsatz und Leidenschaft“, erklärt Doris Schleger. Eigenschaften, die auch die Kundinnen und Kunden an der Geschäftsführerin des „Beans“ sehr zu schätzen wissen.

Koordinaten:
Beans
Landstraßer Hauptstraße 81
1030 Wien
Web: http://www.beans.at
Beans auf imGrätzl.at
FB: www.facebook.com/beans.at
Mail: shop@beans.at
Tel.: 01/7105429

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