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Das Flanschwerk – ein Treffpunkt für Möglichkeiten & Ideen

Wenn wir mehr Stefanies hätten, wäre das ganz schön schön, dachte ich mir gestern nach dem Kennenlernen im Flanschwerk. Bereits seit 2006 ist sie nämlich in Sachen Kultur- und Stadtteilbelebung bzw. Raumschaffung für Möglichkeiten unterwegs. Aus dem inneren Bedürfnis heraus mit anzufassen, wo es wenig bis nicht viel gibt.

Noch während des Studiums hat Stefanie Sandhäugl mit Helmut Preis den Verein MIK Mobile Initiative Kultur gegründet und im 22. Bezirk angefangen Kulturevents und Nachbarschaftsaktionen zu organisieren. Dazu gehörte zum Beispiel die großartige Zwischennutzung-Initiative des Stadlauer Genochmarktes, oder die Organisation der „Kulturplattform Donaustadt“ – bzw. die Neuadaption der Bezirksfestwochen „Auf zu neuen Ufern“.

Wer schon mal in diesem Bereich aktiv war, wird wissen, dass 90 % in Eigenleistung erbracht wird und Förderungen schwer zu bekommen sind. Die meisten Aktiven lassen es deshalb nach einiger Zeit auch wieder sein, weil man ja auch von was leben muss.

Stefanie ist einen etwas anderen Weg gegangen, sie hat es nicht sein gelassen, sondern ihre Aktivitäten nach Zwischenbrücken verschoben. Dort steht nämlich die kleine Werkhalle ihrer Großmutter, die sie mit Freunden und Familie liebevoll zum Flanschwerk ausgebaut hat. Es gibt nun Strom, Licht, Heizung, Internet. Geblieben ist, was viele in der Stadt suchen: der gewachsene Charme großer alten Werkräume – ein perfekte Ort, um Ideen zu verwirklichen.

Die Räume kann man anfragen für Workshops, Events. Allerdings freut sich das Flanschwerk Team und Stefanie am meisten, wenn man einfach mit einer Idee vorbei kommt und dann schaut, wie diese in den Räumlichkeiten Gestalt annehmen kann. Willkommen sind besonders Ideen aus dem Kultur und Kreativbereich, dem Nachbarschaftsumfeld und alles, was die Menschen zusammenbringt. (Ein kleiner Tipp: Im Flanschwerk gibt es sogar eine richtige Textilwerkstatt.)

Am 5. Dezember gibt es zum vierten Mal den Leynachtsmarkt. Ein Markt, der sich wohltuend abhebt von vielen anderen Märkten. Es ist intimer und man hat das schöne Gefühl, als Besucher wirklich willkommen zu sein, eben weil es auch um das Miteinander geht. In den großen Räumen stehen dann die Tische der AusstellerInnen mit ihren handgefertigten feinen Stücken und der Duft von Weihnachtsgewürzen wabert um die Nase. Also, ich werde in diesem Jahr auf jeden Fall vorbeischauen. Wer als Aussteller noch dabei sein will, sollte sich beeilen, die Tische sind schon alle weg, aber es gibt noch wenige Plätze in der Stellage.

Ach ja, ich war gestern echt überrascht, wie nah das Flanschwerk liegt, quasi direkt hinterm Wasserturm an der Grenze von Zwischenbrücken und Nordbahnviertel. Schön, dass Stefanie mit Freunden diesen Raum der Möglichkeiten geschaffen hat.

Koordinaten:
Flanschwerk
Leystraße 124
1200 Wien

Kontakt:
Flanschwerk bei FB
Flabschwerk Web
Emailadresse: office@mik22.at

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